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Richtige Betreuung von Menschen mit Demenz

Demenz ist mehr als nur Vergesslichkeit. Unter diesem medizinischen Begriff vereinen sich degenerative Krankheiten, die eine nachlassende Gehirnleistung zur Folge haben. Dafür sind Eiweißablagerungen im Gehirn (Alzheimer) oder abgestorbene Nervenzellen aufgrund von Durchblutungsstörungen (vaskuläre Demenz) verantwortlich. 


Neben Gedächtnis-, Sprach- und Konzentrationsproblemen, Wortfindungsstörungen oder Orientierungslosigkeit gehören Veränderungen von Verhalten und Charakter zum Krankheitsbild. Dies stellt die Betreuer vor Herausforderungen, da sie ein gutes Einfühlungsvermögen benötigen, um die Bedürfnisse der Erkrankten richtig zu interpretieren. 


Schreitet die Demenz fort, ist es häufig der Fall, dass Angehörige einen Pflegedienst in Anspruch nehmen, da sie die Aufgaben nicht mehr allein bewältigen können. 


Menschen mit Demenz haben einen erhöhten Bedarf an Pflege


Sich im Raum orientieren, Mahlzeiten planen und kochen, den Haushalt organisieren, auf Situationen richtig reagieren – all dies fällt Demenzkranken zunehmend schwer, sodass sie auf immer mehr Hilfe im Alltag angewiesen sind. 


Werden die betroffenen Personen in der Familie gepflegt, kommt neben der organisatorischen auch eine psychische Herausforderung hinzu. Wenn Demenzkranke Ihre Familienmitglieder nicht mehr erkennen, kann das für Angehörige emotional belastend sein. Auch aggressives oder kindliches Verhalten sowie plötzliche Stimmungsschwankungen gehen oft mit der Krankheit einher. Fingerspitzengefühl und Geduld sind dabei gefragt.


Störungen in der Wahrnehmung, Artikulation sowie in der Verarbeitung von Informationen führen dazu, dass Betreuer und Betroffene neue Kommunikationswege erarbeiten müssen. Dazu gehören technische Hilfsmittel oder ein nonverbaler Austausch wie Berührungen. Menschen mit Demenz empfinden Situationen manchmal ganz anders als gesunde Personen. Sie können „grundlos“ Angst bekommen oder sich einem Vorgang wie dem Waschen verweigern. 


Den Herd vergessen auszuschalten, versehentlich die falschen Medikamente eingenommen, den Heimweg nicht mehr gefunden – bei schwerer Demenz sollte der Alltag der Betroffenen gut gesichert sein. All dies benötigt viel Zeit. 

Hilfe für Demenzkranke

Demenzbetreuung: Professionelle Pflege entlastet Angehörige


Werden Demenzkranke in der Familie gepflegt, führt das Angehörige schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, sowohl körperlich als auch mental. Eine von der DAK in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass 89 Prozent aller Angehörigen von Demenzkranken überzeugt sind, dass die Erkrankten und ihre Familien mehr Unterstützung benötigen. 


Die Pflege von Personen mit Demenz kann auf lange Sicht zu gesundheitlichen Problemen wie Migräne, Rückenschmerzen, Depressionen oder Burn-Out führen. Insbesondere, wenn die Angehörigen beruflich stark eingebunden sind oder zeitgleich noch die eigenen Kinder betreuen. 


Ein professioneller Pflegedienst sorgt für Entlastung in der Seniorenbetreuung. Ob stunden- oder tageweise, ob zuhause, ambulant, in einer speziellen Einrichtung oder in einer Senioren-WG, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Hilfe finden können. Jeder Fall ist individuell zu betrachten.


Sich Hilfe zu holen, kann das Fortschreiten der Krankheit verzögern


Ein Pflegeteam aus speziell ausgebildeten Fachkräften entlastet nicht nur die jeweilige Familie, sondern kann die Demenzbetreuung auch therapeutisch begleiten. Nach wie vor gilt Demenz als unheilbar, jedoch verzögern bestimmte Maßnahmen das Fortschreiten der Krankheit und mildern die Symptome ab.


Zu den bewährten Therapien gehören zum Beispiel basale Stimulation, Musik- und Ergotherapie, therapeutisches Tanzen, Gedächtnistraining, Biografiearbeit, Hilfsmittel zur besseren Alltagsorientierung und vieles mehr. Auf diese Weise bleiben die vorhandenen Fähigkeiten länger erhalten, gleichzeitig erhöht sich die Lebensqualität der erkrankten Personen. Auch Körperkontakt sowie Kontinuität durch feste Tagesabläufe und Bezugspersonen wirken sich positiv auf das Krankheitsbild aus. 


Ein Pflegedienst kann wesentlich zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen – sowohl für Demenzkranke als auch ihre Familien. Auf diesen Seiten finden Sie dazu weitere Informationen.

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